Drake

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Aubrey Drake Graham (* 24. Oktober 1986 in Toronto, Ontario) ist ein kanadischer Rapper, R&B-Sänger und Schauspieler. Seine Lieder veröffentlicht er unter seinem Zwischennamen Drake, wobei er auch unter seinem Pseudonym Drizzy bekannt ist.

Kindheit und Jugend

Drake wurde 1986 als Aubrey Drake Graham in Toronto in der kanadischen Provinz Ontario geboren. Er ist der Sohn eines US-Amerikaners und einer Kanadierin. Sein Vater, der afroamerikanische Musiker Dennis Graham, stammt aus Memphis im US-Bundesstaat Tennessee und ist Anhänger der katholischen Kirche. Er war als Schlagzeuger u. a. für den Musiker Jerry Lee Lewis tätig. Er ist der Bruder von Larry Graham, der als Bassist der Funkband Sly & the Family Stone bekannt wurde. Drakes Mutter Sandi Graham (geb. Sher) ist eine weiße Kanadierin jüdischen Glaubens, die als Erzieherin und Floristin tätig war.

Seine Eltern ließen sich scheiden, als Drake fünf Jahre alt war. Nachdem sein Vater nach Memphis in die Vereinigten Staaten zurückgezogen war, wuchs Drake in einfachen Verhältnissen bei seiner Mutter in Toronto auf. Dort lebte er im Migrantenviertel West End, bevor er im Jahr 2000 mit seiner Mutter in den wohlhabenden, von einer großen jüdischen Bevölkerung geprägten Stadtteil Forest Hill im Bezirk Old Toronto zog. Dort besuchte Graham das Forest Hill Collegiate Institute, bevor er auf die Vaughan Road Academy wechselte. Aufgrund seiner Schauspieltätigkeit brach er die Highschool jedoch ab.

Drake wurde von seiner Mutter jüdisch erzogen und feierte im Alter von dreizehn Jahren seine Bar Mitzwa. Rückblickend bezeichnete er seine Schulzeit als unglücklich, da er aufgrund seines Glaubens und seiner Hautfarbe oft Opfer von Mobbing wurde und wegen seines niedrigen sozialen Status’ von seinen wohlhabenden Klassenkameraden nicht akzeptiert wurde.

Karriere

Im Alter von fünfzehn Jahren wurde Graham vom Vater eines Highschool-Freundes, der als Schauspielagent tätig war, entdeckt. Erste Bekanntheit erlangte Graham als Schauspieler in der Jugendserie Degrassi: The Next Generation, in der er ab 2001 den Charakter Jimmy Brooks verkörperte. 2006 trat er dann auch als Rapper in Erscheinung, als er eine Reihe von Mixtapes veröffentlichte. Sein erster Erfolg als Musiker war schließlich die Single Replacement Girl, die er zusammen mit Trey Songz einspielte und die vom Fernsehsender BET in dessen Show 106 & Park als Joint of the Day (zu deutsch: Lied des Tages) vorgestellt wurde. Er blieb dennoch - trotz Auftritten auf zahlreichen Mixtapes und Remixen und der Unterstützung von Kanye West, Jay-Z und Lil Wayne - ohne Plattenvertrag.

2009 veröffentlichte er dann die Single Best I Ever Had, die sich zum Hit in den Vereinigten Staaten entwickelte. Als Folge davon entwickelte sich ein Bieterwettstreit zwischen mehreren Major-Labels, an dessen Ende schließlich ein Kooperationsvertrag zwischen Cash Money Records und Young Money Entertainment stand. Als Vertriebslabel dient Universal Records. Drake ist bekannt für seine einzigartige Mischung aus Hip-Hop und R&B.

Thank Me Later (2010)

Der 11. Juni 2010 markiert mit der Veröffentlichung seines Debütalbums Thank Me Later einen wichtigen Punkt in Drakes Karriere. Das Album enthält 15 Songs inklusive des Bonus-Tracks Best I Ever Had und liefert Kollaborationen mit Lil Wayne, Nicki Minaj, Jay-Z, Alicia Keys, The-Dream und weiteren bekannten Künstlern. Am 18. Juni 2010 wurde Find Your Love veröffentlicht - die offizielle Single für sein Thank Me Later-Debütalbum. Die Single-Auskopplung enthält auch den Streettrack Over. Für die Musikvideos zu Over und Find Your Love wurde jeweils der Regisseur Anthony Mandler engagiert. Das in Jamaika gedrehte Video zu Find Your Love erntete Kritik vom jamaikanischen Minister für Tourimus, Edmund Bartlett, da Jamaika im Bewegtbildmaterial negativ und gewaltverherrlichend dargestellt werde.

Thank Me Later landete in den USA auf Platz 1 in den Charts, in Kanada erhielt die Veröffentlichung mit über 100.000 verkauften Einheiten eine Platin-Auszeichnung. Alleine in den USA verkaufte es sich in der ersten Woche 447.000 Mal und war neben Eminems Recovery-Album eines der meist erwarteten Alben des Jahres 2010. Am 23. Juli 2010 wurde bekanntgegeben, dass sich das Album in den Vereinigten Staaten bereits über 1 Million Mal verkauft hatte. Daraufhin wurde es von der RIAA mit Platin ausgezeichnet.

Take Care, It's Never Enough und Lil Wayne Kollabo-Album (2011)

2010 und 2011 arbeitete Drake an mehreren Projekten, unter anderem mit seinem Mentor Lil Wayne. Berichten zufolge sollte es ein ganzes Album mit Drake und Lil Wayne als einzige Künstler geben, was jedoch bisher nicht erschienen ist. Das zweite Studioalbum trägt den Titel Take Care und enthält Produktionen von Noah ?40? Shebib, 9th Wonder, T-Minus und Boi-1da. Ursprünglich für den 21. Oktober beziehungsweise den 24. Oktober - Drakes Geburtstag - angekündigt, verzögerte sich die Veröffentlichung auf den 15. November 2011, wobei es einen Tag zuvor, am 14. November, in den deutschen Handel kam. Take Care wurde über Cash Money/Young Money/Universal Records vertrieben. Gastkünstler waren unter anderem Rihanna, Nicki Minaj, Lil Wayne und Rick Ross. Das Album wurde bei den Grammy Awards 2013 als ?Bestes Rap-Album? ausgezeichnet.

Nothing Was the Same und What a Time to Be Alive (2013-2015)

Die erste Single Started from the Bottom aus dem dritten Studioalbum Nothing Was the Same wurde am 6. Februar 2013 in den USA veröffentlicht. Der Regisseur des Videos ist Director X. Die neue Single präsentierte Drake bei den Grammy Awards 2013.

Das Album erschien am 24. September 2013 und platzierte sich wie die Vorgänger an der Spitze der kanadischen und US-amerikanischen Charts. Neben der höchsten bisherigen Albumplatzierung war auch seine zweite Single Hold On, We’re Going Home in den deutschsprachigen Ländern erfolgreich. In den USA wurden die beiden ersten Singles sowie der mit 2 Chainz und Big Sean aufgenommene Bonus-Track All Me mit Platin und Gold ausgezeichnet. Am 20. September 2015 erschien das Mixtape What a Time to Be Alive in Zusammenarbeit mit dem Rapper Future und wurde über den iTunes Store und Apple Music vertrieben; es erhielt überwiegend positive Bewertungen.

Views und More Life (seit 2016)

Am 29. April 2016 wurde sein viertes Studioalbum Views weltweit veröffentlicht. Dieses schaffte es auf Platz 1 in den Vereinigten Staaten und zahlreichen anderen Ländern. Die Lead-Single des Albums, One Dance, entwickelte sich zu einem weltweiten Erfolg. Die erreichte in unter anderem Frankreich, Australien, Kanada, der Schweiz, Irland, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich, Deutschland und den Vereinigten Staaten die Spitze der Single-Charts. Außerdem ist One Dance seit dem 15. Oktober 2016 das meistgestreamte Lied auf Spotify und das erste, das ebendort über eine Milliarde Mal gestreamt wurde.

Die zweite Single aus dem Album Pop Style konnte nicht an den Erfolg des Vorgängers anschließen. Too Good mit Rihanna hingegen erreichte mehrfach Platin in Kanada sowie auch Platin im Vereinigten Königreich. Controlla die dritte Single wurde zudem drei Millionen Mal in den USA verkauft. Aufgenommen wurde die Single-Version in Zusammenarbeit mit Sänger Popcaan.

Am 18. März 2017 veröffentlichte Drake das Mixtape More Life, das die Spitze der US- und Kanada-Charts erreichte. Auch in mehreren europäischen Ländern erreiche es Top-10-Platzierungen. Knapp eine Drittelmillion Verkäufe verzeichnet das Tape. Die Lieder Fake Love und Passionfruit wurden ausgekoppelt. Letztere erreichte in unter anderem den USA die Top-10. Im Sommer 2017 erschien die Non-Album-Single Signs.

Diskografie

Studioalben

Filmografie

  • 2001-2009: Degrassi: The Next Generation (Fernsehserie, 145 Folgen)
  • 2001: Blue Murder (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2002: Soul Food (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2005: Best Friend's Date (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2007: Charlie Bartlett
  • 2008: The Border (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2009: Being Erica - Alles auf Anfang (Being Erica, Fernsehserie, eine Folge)
  • 2009: Sophie (Fernsehserie, eine Folge)
  • 2012: Ice Age 4 - Voll verschoben (Ice Age: Continental Drift, Stimme)
  • 2013: Anchorman - Die Legende kehrt zurück (Anchorman 2: The Legend Continues)

Weblinks

  • Literatur von und über Drake im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
  • Drake in der Internet Movie Database (englisch)
  • Offizielle Website (englisch)
  • Drake bei Allmusic (englisch)

Einzelnachweise

 

Source : Wikipedia

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