Weil ihre Ahnin gegen die historische Ordnung rebellierte, wurde sie als Hexe gebrandmarkt und hingerichtet. Autorin Juliane Schiemenz über unangepasste Frauen und die Frage, wie viel aus längst vergangener Zeit noch in der Gegenwart steckt.
Linke Selbstkritik, Liebesgrüße aus Moskau und enttäuschte Diktatoren: So fassen die Cartoonisten Thomas Plaßmann, Klaus Stuttmann und Julian Fiebach die Woche zusammen.
Sie übersetzt Texte von Anne Carson. Aber wie überträgt man Lyrik, die sich auf griechische Mythologie bezieht? Marie Luise Knott über die neue Literaturnobelpreisträgerin.
»Ich nehme mir, was ich brauche, und renne«, sagte Anne Carson, die neue Literaturnobelpreisträgerin. Was macht ihr Werk so herausragend?
Die Preisträgerin der renommiertesten literarischen Auszeichnung der Welt steht fest: Anne Carson. Die Schwedische Akademie zeichnet die kanadische Autorin für »ihr kühnes und einfallsreiches Werk« aus.
Tana Frenchs Bücher kommen fast ohne Polizisten aus. In ihren Romanen hängt es von den Umständen ab, ob ein Mensch zum Mörder wird oder zum Ermittler. Woher nimmt sie die Empathie, auch für Täter?
»Ein Roman gegen die Gleichgültigkeit«: Die in Rheinland-Pfalz geborene Shida Bazyar ist im Vorfeld der Frankfurter Buchmesse mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet worden. Die Jury prämierte sie für »Die Lücken«.
Er beschreibt sich selbst als »Kommunisten, Arbeiterkind und Judenkind«: Der Sänger und Dichter Wolf Biermann schaut auf das Israel der Gegenwart. Das Land werde in einen »Unterdrückerstaat« vewandelt.
Die KI bestraft Kritiker, in der Einheit ist der Wurm – nur beim Bundestrainer ist alles blendend: So blicken unsere Cartoonisten Thomas Plaßmann, Klaus Stuttmann und Miriam Wurster auf das aktuelle Geschehen.
Ihr Buch »Toxische Weiblichkeit« wurde ein Bestseller mit 16 Auflagen, nun widmet sich Sophia Fritz der anderen Seite: In »Der Mann, das Opfer« schaut sie auf das, was Männer zerstört.
Diese faszinierende Sammlung von Tagebucheinträgen aus mehreren Jahrhunderten von 366 verschiedenen Menschen vermittelt, was nur gedruckte Bücher können: das unmittelbare Gefühl von Neugier und ästhetischem Vergnügen.
Getrocknete Aprikosen, helle Lampen und die Angst vor dem »Rhythmusvirus«: Hier berichtet Schriftstellerin Valeria Gordeev über ihre Routinen am Schreibtisch – und die Grenzen der Fantasie.
Jeden Tag beschäftigen sich Karikaturisten und Karikaturistinnen mit den aktuellen Geschehnissen. Sehen Sie hier gesammelt die Cartoons des Monats September.
Die französische Schriftstellerin verteidigt einen Kollegen, dem KI-Gebrauch vorgeworfen wird. Jeder könne es halten, wie er wolle, findet Virginie Despentes. Persönlich zieht sie es vor, handschriftlich zu arbeiten.
Die Schriftstellerin Alexa Hennig von Lange hat fünf Kinder und schreibt Bestseller. Hier spricht sie über ihre eigene Emanzipation und darüber, wie die Liebe als Paar nicht am Familienalltag zerbricht.
Eine deutsche Partei gratuliert Putin zum Parlamentsscheinwahlsieg, stilecht mit Drohne. Außerdem: Berliner Linke, Tankrabatt – wie unsere Cartoonisten auf die aktuellen Ereignisse blicken.
Der Roman von Thélyson Orélien soll »sehr weitgehend das Produkt künstlicher Intelligenz« sein. Jetzt hat der Goncourt-Preis ihn von der Liste geworfen.